STRAFKOLONIE


REGIE KÜNSTLERISCHE LEITUNG  Beata Anna Schmutz

DRAMATURGIE KÜNSTLERISCHE LEITUNG

Lea Langenfelder

REGIEASSISTENZ Charlotte Kreuzer

SZENOGRAFIE Sophie Lichtenberg

PRODUKTIONSLEITUNG

Leoni Awischus, Benjamin Bay, Anna Müller

TEXT Tim Fischer, Nils Kirchgeßner, Christopher Kriese, Lea Langenfelder, Sarah-Lina Mantler

SOUND Friedrich Blam

VIDEO Karolina Serafin, Ella Knorz

KOSTÜMBILD Melanie Riester

TECHNIK Sebastian Arnd

FOTOGRAFIE Nikola Haubner

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Stephan Schmutz

PROJEKTHOSPITANZ Clara Schiltenwolf

PERFORAMNCE Leoni Awischus, Christina Bauernfeind, Friedrich Blam, Sophia Buck, Malte Fischer, Tim Fischer, Nicolas Hoffmann, Nils Kirchgeßner, Charlotte Kreuzer, Karolina Lesna, Tabea Panizzi, Clara Schiltenwolf, Verena Schröder.


Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Mannheim, die Stiftung Landesbank Baden-Württemberg und die Karin und Carl-Heinrich Esser Stiftung. Mit freundlicher Unterstützung durch das Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg und die VOYOU GmbH.


Am Friedhof 13, Mannheim, Juli 2018.


Inspiriert durch Kafkas Erzählung „In der Strafkolonie“ entstand in einem seit mehreren Jahren verlassenen Gebäudekomplex am Hauptfriedhof Mannheim die immersive Performanceinstallation „Strafkolonie“. Das Kollektiv Theater Performance Kunst RAMPIG entwickelte eine zwischen den Welten gefangene Inselgruppe, ein Archipel zwischen Hölle und Sehnsuchtsort, Freiheit und Gefangenschaft, Traum und Wirklichkeit.


Angelehnt an die zwölfstündige Folter in Kafkas Novelle nahmen die Besucher in installativen, performativen und theatralen Sequenzen an zwölf Bildern der Grausamkeit teil. Das szenografische Gesamtkonzept sowie im Kollektiv erarbeitete Texte und Szenen stellen dabei aktuelle Strategien von Abschottungspolitik und dem damit einhergehenden Missverhältnis von Schutz der Nation und Schutz menschlichen Lebens ins Zentrum des Werkes.


Regisseurin Beata Anna Schmutz lässt keine Zweifel, dass RAMPIGs „Strafkolonie“ einen Raum des Verderbens beschreibt. […] Performerinnen und die von Sophie Lichtenberg und Lea Langenfelder dramaturgisch-szenographisch peinlich genau organisierten Bildkonvolute treffen auf Hauswänden und Bildschirmen jene Schicksale, die Politik und Gesellschaft in beruhigender Selbstverständlichkeit stets als Einzelfälle abtun. […] In diesen Hallen wird jeder Gast zum involvierten Ausgelieferten, der für sein verhängnisvolles Schicksal auch noch gezahlt hat. Dieser Schrecken ist einer, der sitzt, aber Richtungen weist.

(Mannheimer Morgen)


Foto: Nikola Neven Haubner