Selected Works

SZENOGRAPHIE

Sophie Lichtenberg arbeitet als freie Künstlerin und Szenographin und ist Teil des Künstlerkollektivs Theater Performance Kunst RAMPIG. Von 2010 bis 2017 studierte sie Szenographie, Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis, Kunstwissenschaften und Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. In ihren Arbeiten und Räumen entwickelt sie Installationen, setzt sich mit alternativen Ausstellungsformaten auseinander, beschäftigt sich inhaltlich mit und erprobt sich praktisch an partizipativen und grenzüberschreitenden Erfahrungen in Kunst und Theater.

PROJEKTE

PREENACTING REENACTMENTS

„Das 2 OG in der Alten Münze Berlin zeigt die bespielte ­Rauminstallation Preenacting Reenactments der Künstlerinnen Lea Langenfelder und ­Sophie Lichtenberg. Zwischen Paradeuniform und Krisengebiet, ­zwischen Heldentum und Kampfeinsatz, zwischen Immersion und Wirklichkeit liegt Hammelburg – das Vereinte Nationen Ausbildungszentrum der ­Bundeswehr.“

 

Auf 200 Quadratmetern entstand eine von drei PerformerInnen ­bespielte Rauminstallation, die Macht- und Wirkmechanismen ­simulierter ­Erfahrungen hinterfragt. Preenacting Reenactments interpretiert das ­militärische Übungsgelände als Fiktionsfabrik und untersucht die ­Möglichkeit, aus konstruierten Erfahrungswerten Erkenntnisse für die Wirklichkeit abzuleiten. Militärs als Darsteller, leerstehende Gebäude als Kulisse oder gar Statisterie: Die Inszenierung auf dem Truppenübungsplatz ist von opernhafter Opulenz. Doch wird dieser artifiziellen ­Wirklichkeit ausreichend Macht zu eigen, um die Realität zu beeinflussen? Und kann ein Kunstprojekt, das die gewohnten Grenzen zwischen Darstellenden und Zusehenden auflöst, vergleichbaren Einfluss entwickeln?

Die ­künstlerisch kommentierende Ausstellung basiert auf einer ­neunmonatigen Recherche, die Langenfelder und Lichtenberg auf ­ihrem Forschungsblog ­dokumentieren. Zudem entstand ein Arbeitsbuch, das weitere ­Rezeptionsebenen zur Ausstellung eröffnet und geführte Interviews ­sowie philosophisch wissenschaftliche Assoziationen dokumentiert und anstößt.

 

KONZEPT Lea Langenfelder & Sophie Lichtenberg

TEXT INSTALLATION PERFORMANCEKONZEPT Lea Langenfelder

SZENOGRAFIE VIDEO INSTALLATION Sophie Lichtenberg

PERFORMANCE Tabea Panizzi, Edith Kaupp Rivadeneira, Georg Weislein, Nils Kirchgeßner

SOUND Philippe Mainz

KOSTÜM Saskia Juliane Kummle

FOTOGRAFIE Tim Fischer

 

2OG Alte Münze

Molkenmarkt 2

10179 Berlin.

 

 

 

 

Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, die ­Initialförderung des Fonds Darstellender Künste Berlin. Mit freundlicher Unterstützung der Spreewerkstätten / Alten Münze Berlin.

 

 

 

 

 

 

DU INTERESSIERST DICH FÜR UNSERE RECHERCHE? SCHREIB EINE MAIL, DENN WIR HABEN AUCH ALLES IN BUCHFORM FESTGEHALTEN UND DIE TOLLE XENIA FASTNACHT HAT ES GESTALTET! Foto: Michael Mürling

PREENACTING REENACTMENTS - FIKTIONSFABRIK

Willkommen in Hammelburg, willkommen in der Simulation,

willkommen in einer Fabrik der Fiktion – deiner Realität.

Herzlich Willkommen zu unserer Ausstellung

PREENACTING REENACTMENTS - Fiktionsfabrik.

 

Die Künstlerinnen Sophie Lichtenberg und Lea Langenfelder haben ein von der Bundeswehr ausgerichtetes Training begleitet, das JournalistInnen auf die Arbeit in Krisengebieten vorbereiten soll. Der Lehrgang zeichnet sich durch seine Methodik aus: SoldatInnen simulieren für ihre TeilnehmerInnen interaktive Kriegs- und Krisenszenarien. Die Bundeswehr setzt damit auf Wissensgenerierung durch Erfahrung, eine Tendenz, die aktuell auch in Bildender und Darstellender Kunst vermehrt zu beobachten ist. Langenfelder und Lichtenberg reflektieren in ihrer Ausstellung Macht und Wirkmechanismen inszenierter Erfahrungen und immersiver Formate. Preenacting Reenactments interpretiert das militärische Übungsgelände als Fiktionsfabrik und fragt, wie Realität und Fiktion einander beeinflussen.

 

KONZEPT Sophie Lichtenberg & Lea Langenfelder

TEXT Lea Langenfelder

SZENOGRAPHIE Sophie Lichtenberg

PERFORMANCE Tabea Panizzi

SOUND Philippe Mainz

 

Projektraum Luis Leu

Luisentraße 32

76137 Karlsruhe

 

November 2017

 

Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste, die LBBW-Bank-Stiftung und Theater Performance Kunst RAMPIG.

 

 

 

 

 

 

WERD ICH ZUM AUGENBLICKE SAGEN: VERWEILE DOCH!

Die Arbeit orientiert sich an der Geschichte der Kriegsfotografin Hilda Clayton, die 2013 in der Provinz Lagham in Afghanistan das US-Militär begleitete, um die Streitkräfte und ihre erlebte Kriegsrealität zu dokumentieren. Am 2. Juli 2013 entzündete sich während einer Übungseinheit eine Mörsergranate, deren beginnende Explosion Clayton in einer Fotografie festhielt. Calyton und weitere Soldaten starben. Die Presse untertitelte ihre 2017 veröffentlichte Fotografie später mit den Worten, sie habe ihren eigenen Tod festgehalten. Der daraus entstandene audio-visuelle Beitrag belebt mithilfe Found-Footage Aufnahmen den fotografierten Moment und theamtisiert darüber hinaus die Unmöglichkeit, einen zeitlichen Schwellenzustand festzuhalten, der sich zwischen noch nicht und nicht mehr bewegt.

 

KONZEPTION Sohie Lichtenberg & Lea Langenfelder

TEXT Lea Langenfelder

VIDEO SOUND Sophie Lichtenberg

GELESEN VON Judith Florence Erhardt

BERATUNG Heike Schuppelius, Omer Fast

 

8 Minuten

 

Juli 2017, Kunstverein Freiburg.

 

 

 

 

 

 

RASKOLNIKOW.

EIN INSTALLATIVES HÖRSTÜCK.

Auf einem verlassenen amerikanischen Militärgelände entstand 2015 eine russische Enklave: Ein Jahr lang entwickelte das Theater- und Performancekollektiv RAMPIG unter der künstlerischen Leitung von Beata Anna Schmutz „Schuld (und Sühne)“ nach Fiodor M. ­Dostojewskis Roman.

Auf der US-amerikanischen Militäranlage Benjamin Franklin Village näherte sich die Produktion dem zu Grunde liegenden Roman, den Wirren und Zwiespälten, dem ­Ringen und Zweifeln seines Protagonisten. Zwischen Kühltheken und Supermarktregalen entstanden in einem ausgedienten Konsumtempel der einstiegen Militärbasis eine vielschichtige Performance-Installation, die den Besucher das verbrecherische ­Vorhaben des Rodion Romanowitsch Raskolnikow als existentialistisches Experiment erleben ließen.

 

Die im Kollektiv erarbeiteten Texte, Sounds und Kompositionen für die Inszenierung „Schuld (und Sühne)“ erzählen in „Raskolnikow. Ein Installatives Hörstück“ von der Geburt in eine mit Schuld beladene Gemeinschaft und der Geburt des Wahnsinns.

 

KONZEPTION AUSFÜHRUNG Sohie Lichtenberg

TEXT Nils Kirchgeßner, Lea Langenfelder

SOUND Friedrich Blam

KOMPOSITION Nicolas Hoffmann

GELESEN VON Jonathan Bruckmeier, Sohie Lichtenberg

 

18 Minuten

ARD Hörspieltage ZKM/ HfG Karlsruhe, November 2016 .

 

 

 

 

 

 

GEWALT

Ein Blick in die Nachrichten scheint zu bestätigen: Gewalt nimmt in der Welt wieder zu. Doch der amerikanisch-kanadische Experimentalpsychologe Steven Pinker führt den Beweis, dass gewalttätige Zwischenfälle in allen Lebensbereichen seit Beginn der Menschheitsgeschichte stetig weniger wurden. Ob in der Erziehung, in der Ehe, in privater Konfliktlösung oder in zwischenstaatlichen Auseinandersetzungen – Gewalt ist als Lösungsoption gesellschaftlich immer weniger akzeptiert. Pinker entwickelt ein bildreiches Panorama von den frühen Steinzeitmenschen über die biblische Stammeskultur und die Entwicklung der Nationalstaaten im Mittelalter bis hin zur Neuzeit. Nach Du musst dein Leben ändern, Männerphantasien und Müdigkeitsgesellschaft/ Versuch über die Müdigkeit entsteht so philosophisches Theater, das große Gefühle, bittere Konflikte und eine der grundlegendsten Fragen überhaupt thematisiert: Warum ist Gewalt ein Teil unserer menschlichen Existenz?

 

Eine Inszenierung der Sparte Volkstheater , Badisches Staatstheater Karlsruhe.

Spielzeit 15/16

 

REGIE Beata Anna Schmutz

BÜHNE Sophie Lichtenberg

KOSTÜME Susann Bosslau

VIDEO Jos Diegel

DRAMATURGIE Jens Peters

PROJEKTASSISTENZ & THEATERPÄDAGOGIK Julia Waibel

FOTOGRAFIE Felix Grünschloss

 

© TEXT Sparte Volkstheater, Badisches Staatstheater Karlsruhe

 

 

 

 

 

 

SCHULD (UND SÜHNE)

Auf einem verlassenen amerikanischen Militärgelände entstand eine russische Enklave: Ein Jahr lang entwickelte das Theater- und Performancekollektiv RAMPIG „Schuld (und Sühne)“ nach Fiodor M. Dostojewskis Roman. Durch künstlerische Forschung unter anderem am Handlungsort St. Petersburg, den Austausch mit internationalen Künstlern und nicht zuletzt durch die intensive Auseinandersetzung mit den vorgefundenen Räumlichkeiten auf der US-amerikanischen Militäranlage Benjamin Franklin Village in Mannheim, nähert sich die Produktion dem zugrundeliegenden Roman, den Wirren und Zwiespälten, dem Ringen und Zweifeln seines Protagonisten.

 

„Weit wie das Gelände sind die Assoziationsketten, noch weiter das thematische Feld, das Regisseurin Beata Anna Schmutz hierzu mit ihrer jungen und spielwütigen Truppe aufreißt. (…) Durch überwucherte Spielplätze, vorbei an endlosen Wohnblocks reist man im Bus zur Laderampe der einstigen PX, dem Supermarkt der US Army, wo eine schreiende Sonja einem rät, alle Hoffnungen hinter diesem Stacheldraht fahrenzulassen. Recht hat sie, denn was nun folgt, ist für den, der sich auf diese starke Theaterzumutung einlässt, ein Höllenritt durch Folter, Grausamkeit und Gewissenbisse, zu Selbstgeißelung, Ekel, Schuldfragen, Sühnegesten und performativer Selbstzerfleischung. (…) Die irre aufwendige wie anspruchsvolle Szenographie für Beate Anna Schmutz‘ kompromisslose Regie hat Sophie Lichtenberg geschaffen und ist nichts Geringeres als ein begehbares Gesamtkunstwerk.“ (Mannheimer Morgen)

 

REGIER DRAMATURGIE KÜNSTLERISCHE LEITUNG Beata Anna Schmutz

REGIEASSISTENZ Lea Langenfelder, Sophia Egger

SZENOGRAFIE Sophie Lichtenberg

SZENOGRAFIEASSISTENZ Florian Hauß

PRODUKTIONSLEITUNG Benjamin Bay, Anna Müller

PRODUKTIONSASSISTENZ Leoni Awischus

TEXTE Lea Langenfelder, Nils Kirchgeßner, Tim Fischer, Christopher Kriese

KOSTÜMBILD Melanie Riester

AUSSTATTUNG Saskia Juliane

TECHNIK Sebastian Arnd, Christoph Hack

SOUND Friedrich Blam

FOTOGRAFIE Nikola Haubner

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Stephan Schmutz

 

ES SPIELTEN

Leoni Awischus, Christina Bauernfeind, Friedrich Blam, Leona Dölger, Sophia Egger, Malte Fischer, Tim Fischer, Nicolas Hoffmann, Nils Kirchgeßner, Lea Langenfelder, Karolina Lesna, Sarah-Lina Mantler, Karoline Stegmann, Cornelius Thomas.

 

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Mannheim, gefördert durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, die LBBW-Bank Stiftung und die GLS Treuhand. Mit freundlicher Unterstützung durch die MWS Projektentwicklungsgesellschaft.

 

© TEXT Theater Performance Kunst RAMPIG