Sophie Lichtenberg ist freie Künstlerin und Szenografin. Sie entwickelt Narrationen, Installationen, ortsspezifische Räume und Kostümbilder. Ihre Arbeiten beherbergen häufig Performances sowie Konzepte der Partizipation für grenzüberschreitende Erfahrungen in Kunst und Theater und wurden in Theaterhäusern, Projekträumen der freien (Theater)Szene, Kunstvereinen und Museen gezeigt. Künstlerische Recherchen macht sie in Publikationen und auf Online-Plattformen zugänglich.

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE

2022

Szenografie, Kostüm

2022

Szenografie

2022

Szenografie, Performance

2022

Installation, Workshop

2022

Bühnenbild-Mitarbeit

2021

Kostüm

2021

Konzept, Szenografie, Buchgestaltung

2021

Projektkoordination

2021

Bühne, Kostüm

2021

Setdesign, Workshop

2020

Bühne, Kostüm

2019

Szenografie-Mitarbeit

2019

Konzept, Szenografie, Video

2017-2018

Konzept, Szenografie, Video

2017-2018

Szenografie, Grafik

2017-2018

2013-2016

Konzept, Hörspiel, Installation

2013-2016

Bühne

2013-2016

2013-2016

2013-2016

Szenografie

2013-2016

Konzept, Video, Installation

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Credits: Sebastian Heck

Das 2 OG in der Alten Münze Berlin zeigt die bespielte ­Rauminstallation „Preenacting Reenactments“ der Künstlerinnen Lea Langenfelder und ­Sophie Lichtenberg. Zwischen Paradeuniform und Krisengebiet, ­zwischen Heldentum und Kampfeinsatz, zwischen Immersion und Wirklichkeit liegt Hammelburg – das Vereinte Nationen Ausbildungszentrum der ­Bundeswehr.


Willkommen in Hammelburg, willkommen in der Simulation,

willkommen in einer Fabrik der Fiktion – deiner Realität.

Auf 200 Quadratmetern entstand eine von drei PerformerInnen ­bespielte Rauminstallation, die Macht- und Wirkmechanismen ­simulierter ­Erfahrungen hinterfragt. „Preenacting Reenactments“ interpretiert das ­militärische Übungsgelände als Fiktionsfabrik und untersucht die ­Möglichkeit, aus konstruierten Erfahrungswerten Erkenntnisse für die Wirklichkeit abzuleiten. Militärs als Darsteller, leerstehende Gebäude als Kulisse oder gar Statisterie: Die Inszenierung auf dem Truppenübungsplatz ist von opernhafter Opulenz. Doch wird dieser artifiziellen ­Wirklichkeit ausreichend Macht zu eigen, um die Realität zu beeinflussen? Und kann ein Kunstprojekt, das die gewohnten Grenzen zwischen Darstellenden und Zusehenden auflöst, vergleichbaren Einfluss entwickeln? Die Künstlerinnen haben ein von der Bundeswehr ausgerichtetes Training begleitet, das JournalistInnen auf die Arbeit in Krisengebieten vorbereiten soll. Der Lehrgang zeichnet sich durch seine Methodik aus: SoldatInnen simulieren für ihre TeilnehmerInnen interaktive Kriegs- und Krisenszenarien. Die Bundeswehr setzt damit auf Wissensgenerierung durch Erfahrung.„Preenacting Reenactments“ basiert auf einer ­neunmonatigen Recherche, die Langenfelder und Lichtenberg auf ­ihrem Forschungsblog ­dokumentieren. Langenfelder und Lichtenberg reflektieren in ihrer künstlerisch kommentierenden Ausstellung Macht und Wirkmechanismen inszenierter Erfahrungen und immersiver Formate. Zudem entstand ein Arbeitsbuch, das weitere ­Rezeptionsebenen zur Ausstellung eröffnet und geführte Interviews ­sowie philosophisch wissenschaftliche Assoziationen dokumentiert und anstößt.

PREENACTING REENACTMENTS

KONZEPT Langenfelder&Lichtenberg

TEXT PERFORMANCEKONZEPT Lea Langenfelder

SZENOGRAFIE VIDEO INSTALLATION Sophie Lichtenberg

PERFORMANCE Tabea Panizzi, Edith Kaupp Rivadeneira, Georg Weislein, Nils Kirchgeßner

SOUND Philippe Mainz
KOSTÜM Saskia Juliane Kummle

FOTOGRAFIE Tim Fischer

GRAFIK Xenia Fastnacht
ÜBERSETZUNG ENGLISCH Sarah-Lina Mantler
TRANSKRIPTION Ila Mägdefrau
LEKTORAT KORREKTUR Sophia Mara Buck, Carla Reitter, Saskia Sturm


Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, die ­Initialförderung des Fonds Darstellender Künste Berlin. Mit freundlicher Unterstützung der Spreewerkstätten / Alten Münze Berlin.


Luis Leu, Karlsruhe, November 2017.

Projektraum 2OG, Alte Münze, Berlin, März 2018.